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Sehr frühes Aufstehen ist angesagt. Wir müssen um sieben Uhr an der Station des Royal Class Busses sein. Um diese Zeit ist rush hour in Lima, und wir sind froh, dass unser Fahrer den Bus so einigermaßen pünktlich erreicht. Als es dann um halb acht Uhr losgeht, haben wir knappe vier Stunden bequeme und vollklimatisierte Busfahrt in das 261 km entfernte Paracas vor uns. Immer entlang der Panamericana. Erst kommen die Außenbezirke Limas, dann der schnurgerade Highway, von dem man rechterhand stets den Pazifischen Ozean sieht. Der kleine Ort Paracas liegt am Beginn der gleichnamigen Halbinsel, die das Reserva Nacional de Paracas bildet. Ein Naturreservat, in dem das einmalige Naturschauspiel Meer ebenso anziehend ist, wie die Flamingos und die vielen Seevögel, die kurz über der Brandung dahinfliegen. Die dem Reservat und der Küste vorgelagerte Ballestras Insel ist mit der weiter im Norden liegenden Galacapos Insel zu vergleichen, Zwar kleiner, aber ebenso wild und von zahlreichen Seelöwen, Seehunden, Pinguinen, Albatrossen, Pelikanen, Kormoranen und Möwen bewohnt. In Booten kann man – unter Einhaltung eines gebührenden Abstands versteht sich – an den Klippen entlang schippern. Wenn es die Brandung erlaubt, wird auch das eine oder andere Foto etwas ..... |
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Es bereitet keine Mühe, schnell den einen und anderen
Film voll zu knipsen. |
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Am späten Nachmittag geht es wieder zurück ins Hotel Paracas , das seit mehr als 50 Jahren Gäste aus aller Welt beherbergt, die hierher an die Küste kommen. |
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Es fehlt uns an nichts in diesem traditionellen, aber modern renovierten Hotel. Quasi von jedem Zimmer, jeden Bungalow blickt man auf das Meer. Was will man mehr, wenn man im überdachten Restaurant sitzt und den Sonnenuntergang bei einem Glas Pisco Sour genießt. Lesen Sie einfach weiter, dann werden Sie erfahren, was alles in diesem “Nationalgetränk” ist. |
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Am Dienstag Nachmittag fahren wir dann mit dem Auto in das 200 km entfernte Nasca. Wären da nicht die weltberühmten Scharrbilder, würde der kleine Ort wohl noch heute im Dornröschenschlaf liegen. |
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Kosok erzählt seine Erlebnisse der deutschen Mathematikerin Maria Reiche , die fortan ihr Leben ganz in die Erforschung dieser Linie stellt. Sie war bereits 35 Jahre, als sie Kosak als Dolmetscherin bei seinen Vorträgen zur Seite steht. Bis zu Ihrem Tode im Jahre 1998 lassen sie die Zeichnungen nicht mehr los. Doch erst ihr Buch Mystery of the Desert bringt den wissenschaftlichen Durchbruch. Maria Reiche sieht in den Linie “Werke der Indianerstämme, damit die Götter die Zeichnungen sehen und durch Regen der Landwirtschaft helfen können”. Ihr Lieblingsbild: der Affe ist das indianische Symbol für das Sternenbild des Großen Bären, der für Regen steht, so ihre Theorie. |
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Heute sind Ihre Aussagen von der Wissenschaft anerkannt, obwohl es nach wie vor die abenteuerlichsten Theorien gibt. Sollte es wirklich die Landebahn Außerirdischer sein? Eine Theorie, die eine unwahrscheinlich große Anzahl von Menschen in Jeeps, auf Motorrädern und zu Fuß in die Wüste gelockt und die dabei unauslöschliche Spuren hinterlassen haben. Nicht zuletzt der Erlös des Buches von Maria Reiche hat dazu geführt, dass heute ein Patrouillendienst das Betreten dieser einzigartigen Linien verhindert. Die Tatsache, dass in dieser Region nur 15 Minuten wenige Zentimeter Regen pro Jahr bringen, hat die Zeichnungen über viele Jahrhunderte erhalten. |
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Maria Reiche hat die letzten Jahre Ihres Lebens im Nasca Lines Hotel , zusammen mit Ihrer Schwester, verbracht und nicht mehr alleine draußen in ihrem kleinen Haus mitten in der Wüste. Auch wir haben uns hier im Hotel einquartiert. Dieses Foto vom Pool bringt mich auch gleich auf die Idee, Ihnen etwas über den Pisco Sour zu erzählen. Einem Cocktail, den jeder Peruaner (und sicher auch jeder Gast) mag. |
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Botschaften im Sand Reise zu den rätselhaften Carmen Rohrbach hat dieses Buch im Rahmen
Sie hatte Gelegenheit, Maria Reiche kennen zu lernen und mit ihr lange Gespräche über ihre Arbeit in der Wüste zu führen. |
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Man nur gut, dass es gestern Abend bei einem Pisco Sour geblieben ist, und das wir heute morgen erst einmal auf das Frühstück verzichtet haben. Der Grund: wir sind gegen acht Uhr zum kleinen Flughafen von Nasca gefahren. Hier warten wir auf den Start der Aero Condor Maschine, von der wir aus die Nasca Linien aus der Luft betrachten wollen. Einsteigen! Doch erst einmal heißt es wieder aussteigen, die Maschine will nicht so recht. |
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So nach einer halben Stunde ist ein anderes Flugzeug mit einem anderem Piloten zur Stelle, der Hubert und mich auf Höhe bringt. Ungefähr 30 Minuten geht es nun in mehr oder weniger steilen Links- und Rechtskurven über die Wüste hinweg. |
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”Rechts sehen Sie den Kolibri, da vorn die Spinne und links den Papagei. Da! Rechts ist der Affe zu sehen, der Hund, der Astronaut an Berghang.”, so beschreibt der Pilot seine manchmal recht waghalsigen Flugmanöver. |
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Unsere Devise ist: einfach nur mit der Kamera draufhalten, was wird, das wird. Wieder zu Hause angekommen, sahen wir den Teilerfolg: meine digitale Videocamera kam mit der Spiegelung des Flugzeugfensters nicht zurecht, aber die Fotos aus Huberts Nikon F 70 sind traumhaft schön und gestochen scharf. Hier sind einige ..... |
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Zurück im Hotel, genießen wir erst einmal ein ausgiebiges Frühstück. Langsam kommt doch ein gewisser Hunger auf, es geht bereits auf Mittag zu. Der Pool überbrückt die heißen Stunden. Nun ist aber
Schluss mit dem Faulenzen. Auf geht’s zu dem Aquädukten von
Nasca. In langen unterirdischen Gängen und Brunnen wurde schon vor Jahrhunderten das
wichtige Nass aus den Anden gesammelt für die Bewässerung der Äcker. Auch heute noch werden die großen Baumwollfelder der Umgebung mit Wasser aus diesen Brunnen versorgt. |
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Wir bummeln durch die Straßen von Nasca, als wir zu einem Haus kommen, dass von außen all den anderen gleicht. Wir treten ein und befinden uns in einer Töpferei. |
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Noch heute stellt Claudio, der sein Handwerk von seinem Großvater erlernt hat, Töpferwaren auf diese Art und Weise her. |
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Claudio, der junge Töpfer, erklärt uns, wie schon vor vielen hundert Jahren die Menschen hier in der Gegend den Ton gesammelt, gereinigt und durchgesiebt haben, kunstvollen Gefäße fertigten und diese mit Naturfarben bemalten. |
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Selbst das Brennen in einfachen, aber effektiven Erdöfen geschieht auch heute noch so. |
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Ein kleiner Laden an der Töpferei ist voll gestopft mit Gefäßen.
Als wir uns nicht entscheiden können, öffnet Claudios Mutter einen Schrank, der kleine Kostbarkeiten enthält. Gefäße – alten Vorbildern nachempfunden – stehen darin. |
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Vom Flugzeug aus sieht man in den Zeichnungen von Nasca auch diesen Astronauten. War er damals wirklich hier? Egal! Klicken Sie den Weltraumfahrer an und Sie sind in null Komma nichts in Arequipa. Wir jedenfalls nehmen den Bus für die achtstündige Fahrt dorthin. --> Auf geht’s, kommen Sie mit --> |
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