Camino Inca A Machu Picchu


Mittwoch, 27. Juni 2001  -  Ein Rückblick!

Es sind noch zwei Tage bis zum Trail. Wir sind z.Zt. in Cusco und haben uns im Hotel mit dem Guide verabredet: Angela Leistner, gebürtige Münchenerin und gelernte Gärtnerin. Seit ca. 10 Jahren in Peru, zeigt sie deutschen Gästen die Schönheiten des Landes und geht mit Ihnen auf den Inka Trail.

Einiges ist zu besprechen:

  • Die Träger dürfen nicht mehr als 20 kg Gepäck von den Touristen tragen plus ihres eigenen von 5 kg.
  • Nein! Die Trekkingstöcke von zu Hause dürfen nur zum Einsatz kommen, wenn sie über der Metallspitze eine Gummi- oder Kunststoffkappe haben. Zum Schutz der Vegetation und der historischen Wegstrecke.
  • Sind die Schlafsäcke und die Isomatten im Gepäck?
  • Warme Sachen nicht vergessen. Die Nächte – vor allem die Stunden vor dem Sonnenaufgang – können sehr kalt werden.
  • Taschenlampe – evtl. Pillen gegen die Höhenkrankheit – Pflaster – Wasserflaschen – Sonnenbrille. Kurzum: all die wichtigen Kleinigkeiten, die, wenn man sie vergessen hat, dringend benötigt.

 

Freitag, 29. Juni 2001   -   Der erste Tag!

Wir haben den gestrigen Tag im Valle Sagrado (dem Heiligen Tal der Inka) verbracht. Haben Pisco besucht und viel Informatives über die Landwirtschaft erfahren. Schauen Sie doch mal rein in die Seite vom Valle Sagrado .....

Doch nun ist es 07:00 Uhr.

Angela kommt mit dem Wagen. Unser Trekkinggepäck wird zugeladen. Bereits verstaut sind Zelte, Essen und Trinken für die nächsten vier Tage.

Rund 30 min. dauert die Fahrt nach Urubamba. Hier wird noch einmal umgeladen. Die Träger werden ausgesucht. Wir lernen Efraim kennen: unseren Koch.

Die nächste halbe Stunde geht es über einen Feldweg nach Chilca . Hier bei Kilometer 77 beginnen wir unseren Trail. Vor uns liegen nun 55 km und vier Tage – natürlich auch 3 Nächte im Zelt.

Chilca ist das letzte Dorf, dass über eine Straße von Cusco aus erreichbar ist. Es geht jetzt nur noch zu Fuß weiter, bzw. auf der anderen Seite des Urubamba mit dem Zug Richtung Machu Picchu. Der Ort liegt 2600 Meter hoch.

 

Der Weg führt uns die nächsten Stunden entlang des Rio Urubamba . Die Sonne ist durchgekommen, und wir lassen es langsam angehen. Angela lässt uns Zeit zum Schauen. Stille ist um uns herum. Wir hören nur das Rauschen des Flusses.


Wir betrachten die uns fremde Vegetation und haben gar nicht gemerkt, wie schnell die Stunden bis Mittag vergangen und bei Kilometer 82 zur ersten Kontrollstation gekommen sind. Hier müssen erst einmal Formalitäten erledigt werden (tut Angela – ist ihr Job – sagt sie). Wir tragen uns ein in das Trekkingbuch.
 

 

Nun zurück über die Brücke und vor uns liegt unserer “Restaurant” zum Mittagessen. Efraim und seine Crew haben den Tisch gedeckt und das erste sehr leckere Essen mit Suppe und Nudeln gekocht. Der heiße Tee ist auch nicht zu verachten.

Noch etwas zur Crew:
Efraim ist der Koch. Er hatte als Hilfe einen Assistenten namens Lucio.
Dann ist da Luis, der Chefträger und die vier Porter.

Noch etwas zum Tee:
Mate de Coca wird zu unserem Lieblingsgetränk. Der Tee aus den Cocablättern soll herzstärkend sein, also der Höhenkrankheit entgegenwirken. Auch für den Magen sei er gut und für allerlei Zipperlein, die einem so treffen können auf dieser Strecke. Jedenfalls tut der Tee mir gut. Doch schmeckt er mir in gekochter heißer Form besser als die zerkauten Blätter im Mund. Der etwas dumpfe – sprich: betäubende – Geschmack auf den Lippen ist nicht so ganz mein Fall.

Mate de Munya ist ein anderer Kräutertee. Munya wächst überall in den Anden. Geschmacklich kommt er unserem Pfefferminztee nahe (ist ja auch eine Pflanze aus der Familie der Minze). Je höher man kommt, desto kleiner und intensiver riechen die Blätter. Wir kennen den Tee bereits aus Puno, wo wir ihn in der Höhe von 3800 Meter auf dem Weg zum Titicaca See bereits getrunken haben. Munya wächst auch hier auf dem Inka Trail. Tagsüber gepflückt, wird er schnell zum heißen Getränk im Nachtlager.

13:30 Uhr  -  Das Mittagessen ist hervorragend. Wir genießen die Sonne, lauschen dem Urubamba und weiter geht es auf die nächsten Kilometer Richtung Nachtlager. Angela hat bei dieser andersartigen Vegetation viel zu tun, um uns auf die fremdartigen Pflanzen hinzuweisen: Kakteen, Farne, Gräser.

 

Die Sonne sticht. Achtung: aufgrund des leichten Windes unterschätzt man diese Tatsache. Also kommt sehr schnell die Sonnencreme zum Einsatz.
Was sind wir froh, dass ab und zu ein Waldstück kommt, und die Bäume etwas Schatten spenden vor der heißen Sonne.


16:30 Uhr  -  Wir sind da. Ein kleiner Platz, direkt an einem Bach gelegen, wurde zu unserem Nachtlager. Die beiden Zelte für Hubert und mich sowie für Angela stehen bereits, ebenso wie das Küchen- und das Essenzelt. Nur das Toilettenzelt hat die Crew etwas abseits aufgebaut.

Das Waschwasser ist schon heiß, und wir machen uns etwas menschlich. Ein Tee, Gebäck und Obst, und wir lassen die heutigen ersten 15 km des Inka Trails an uns Revue passieren. Nach wie vor haben wir nicht an Höhe gewonnen, wir sind weiterhin auf 2650 Meter.

18:30 Uhr  -  Es wird hier – wie überall in der Nähe des Äquators – schnell Nacht. Das Abendessen bei Kerzenschein ist recht gemütlich. Wir drei sitzen im Zelt, klönen noch etwas. Ich schnappe dann aber schnell nach meinem Bettzipfel. Besser gesagt: nach meinem Schlafsackzipfel. Ich bin hundemüde. Warm eingepackt im Schlafsack verbringen wir unsere erste Nacht im Zelt. Was wird morgen sein?
 


Samstag, 30. Juni 2001   -   Der zweite Tag!

Es ist 05:30 Uhr, und wir werden geweckt. Um 06:00 Uhr gibt es Frühstück. Wenn dann die Sonne aufgeht, wollen wir losziehen.

Dieser Tag ist der härteste der Strecke. Von 2650 Meter geht es über 1550 Höhenmeter auf den ersten Pass mit dem etwas zweideutigen Namen Abra de Warmiwanusqu – dem Pass der Toten Frau. Zum Nachlager geht es wieder runter auf 3600 Meter. Bis dahin sind es 12 km .....

Wie werde ich (von Geburt an Flachlandtirolerin) dieses meistern? Schaffe ich es? Was macht die Höhe? Reicht die Kondition?

 

Den Trägern scheint diese Höhe und Steigung nichts auszumachen. Wir allerdings gehen jedes mal zur Seite, wenn sie strammen Schrittes an uns vorbeiziehen (und das auch noch mit Gepäck).

Ständig geht es – teils über Stufen – bergauf und bergab. Doch allmählich steigern wir uns auf über 3000 Meter Höhe. Die drei Schwarzen Seen laden zum Verweilen ein. Unsere Brotzeit wird ausgepackt. Es ist wichtig, auch den Feuchtigkeitsverlust durch viel Trinken auszugleichen.

 

 

Mittagszeit – wir sind auf 3700 Meter angekommen – Efraim hat wieder etwas Leckeres für uns gezaubert.

Eine knappe Stunde Ruhe und weiter geht’s!


Vor uns liegt nun der höchste Punkt des Inka Trails. 500 Höhenmeter sind es bis auf den
4200 Meter hohen Pass der Toten Frau. Haben wir noch den kleinen Stein in der Tasche, den wir am Morgen eingesteckt haben? Damit wollen auch wir dem Berggeistern für die hoffentlich erfolgreiche Erklimmung des Passes danken.

Doch bis dahin sind noch einige Meter Steigung vor uns. Nur langsam geht es voran. Da, die nächste Kurve. Sind wir wohl oben? Nein! Immer noch nicht. Der Weg zieht sich endlos lang. Angela meint: noch ein kurzes Stück.

Aber nicht nur wir brauchen Zeit. Alle Trekker auf der Strecke überholen mal uns. Mal überholen wir sie wieder. So geht es berauf und bergab ....
 

Doch auch der Pass ist zu schaffen. Sicher erlebt jeder, der hier ankommt, diesen Moment ganz persönlich. Ich stand einfach nur da und sah zurück auf die Strecke, die wir gekommen waren. War ich glücklich? War ich ausgepowert? Ich stand einfach nur da und nahm das Geschehene in mich auf. Ach ja! Nur nicht den Stein vergessen. Plötzlich sehe ich um mich herum viele kleine Steinsäulen aufgeschichtet von den vielen Menschen, die hier heraufgekommen sind. Auch wir legen nun unsere Steine zum Dank an die Berggeister auf eine der unzähligen Häufchen ab.

 

 

Wir machen die obligatorischen Passfotos (muss sein für die lieben Daheimgebliebenen als Beweis ..... ) und ab geht’s auf den Weg nach unten.

Wie paradox: erst quält man sich rauf, dann geht man unendlich viele Stufen wieder runter. Weit da unten leuchten plötzlich rote und grüne Punkt. Sollten das unsere Zelte sein? Richtig! Wir haben wiederum 600 Höhenmeter überwunden (allerdings runter) und unser Nachtlager erreicht.


16:30 Uhr  -  Nun sind wir völlig am Boden! Ein heißer Tee, etwas waschen und dann erst mal eine Stunde schlafen .....

19:00 Uhr  -  Der Schlaf tut Wunder. Glücklich und zufrieden über unseren Tageserfolg und den gelaufenen
12 km genossen wir das Abendessen. Efraim hat wie immer hervorragend gekocht.

19:00 Uhr in Peru = 02:00 Uhr in Deutschland (und schon der 1. Juli) – für mich ein ganz besonderer Tag!

Sonntag, 01. Juli 2001   -   Der dritte Tag!

Mein Gott! Schon wieder aufstehen: es ist doch erst 05:30 Uhr

Nun gut! Waschen, anziehen und ab zum Frühstück.

Immer noch verschlafen, öffnet sich das Essenzelt, und Efraim kommt mit einem einmaligen und wunderschönen Kuchen herein. Eine Kerze brennt und die gesamte Crew singt Happy Birthday – Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

Ach, ganz lieb und toll finde ich das. Wer hat schon so viel Glück und kann seinen (runden) Geburtstag so weit oben an einem solchen Ort feiern. Angela hat mit allen zusammen eine Geburtstagskarte geschrieben. Die wird sicher einen Ehrenplatz in unserem Reisealbum finden. Das gemeinsame Frühstück bei Kuchen und Kaffee (und Mate de Coca) muss dann leider ein Ende finden. Der Tag bricht an und auch wir wollen unseren Trail fortsetzen.

Unterweg bleibt immer Zeit zum Fotografieren. Selbst kleinste Kleinigkeiten kommen da vor die Kamera. Hier ist es ein Käfer. Wir fragen uns, ob die Maikäfer (oder Junikäfer) hier grün aussehen ..... ?

 


Vor uns liegt heute eine Strecke von
14 km , auf der wir 2 Pässe bezwingen müssen. Der zweite Pass liegt auf 3900 Meter, wogegen der dritte Pass nur 3700 Meter hoch liegt.
 

Der Weg führt uns durch einen Inka Tunnel. Was wird am anderen Ende sein?

So wie hier: eine alte Festungsanlage. Strategisch günstig liegt sie mit freiem Blick ins Tal. Wie immer, bieten solche Orte reichlich Gelegenheit für eine Fotosession.

 

Der Inka Trail ist keine neue Trekkingroute, sondern ein historischer Weg, den die Inkas angelegt haben, um von Cusco über die Berge in die viele Jahrhunderte unentdeckt gebliebenen Stadt Machu Picchu zu gelangen. Ein nicht so mühsamer Weg führt allerdings auch entlang des Urubamba zurück nach Cusco. Man nimmt an, dass die Inkas diesen leichten Weg bepackt mit Gold und Lebensmitteln heimwärts genommen haben.

Wir steigen mal wieder ins Tal ab. Mittagspause! Efraim empfängt uns mit einem wohlschmeckenden Lunch. Diesmal ohne Vorsuppe, dafür mit einem Salat, der auch einem Mehrsternerestaurant zur Ehre gereicht werden kann.

Wir fragen uns nur immer wieder: wie kann man (siehe Efraim) nur auf einem so kleinen Gaskocher so ein tolles Essen kochen?

 


Nachmittags geht es weiter. Wir bleiben allerdings auf dieser Höhe und erreichen unser letztes der drei Nachtlager. Es ist ein recht großes Camp. Wir allerdings haben einen ruhigen Stelle an einem strategisch günstigen Platz, der zwar recht klein aber  eben nur Stellfläche für unsere Zelte hat. Wind kommt auf und es sollte auch die kälteste Nacht werden. Allerdings hilft die Thermounterwäsche im Schlafsack beim Wärmen.

Morgen also soll es zum Sonnentor – zum Inti Pata gehen. Dann werden wir unserem Ziel Machu Picchu nahe sein. Doch nun übermannte(fraute) uns beiden der Schlaf.
 

Montag, 02. Juli 2001  -  Der vierte Tag!

Unser letzter Tag bricht an. Wie immer, stehen wir gegen 05:30 Uhr auf, frühstücken und verabschieden uns hier im Camp von der Crew.

 

 

Sie bringt auf einem kürzeren Weg unsere Sachen herunter (und ins Hotel).

Wir haben eine tolle Mannschaft! Natürlich gibt es die Erinnerungsfotos. Diesmal haben die Träger farbenfrohe rote Ponchos an. Die aufgehende Sonne im Hintergrund. Was für ein Foto .....

 

 

Gemeinsam mit Angela machen Hubert und ich uns nun auf die letzte Teilstrecke von 14 km. Wir verließen das Nachtlager in 3700 Meter Höhe und steigen über unendlich viele Stufen abwärts. Ich glaube, niemand hat sie jemals gezählt, aber es sind hunderte von Stufen, über die schon die Inkas hinab ins Tal nach Machu Picchu gegangen sind.

Aber auch diese Tortur hat einmal ein Ende und ein traumhafter Hochnebelwald liegt vor uns. Angela hatte viel zu erklären. Überall blühten Orchideen.


 

Diesen schattigen Weg unter hohen Bäumen hätten wir uns auch die Tage zuvor gewünscht, als wir bei strahlendem Sonnenschein über die Pässe mussten und jeden halbwegs schattigen Platz unter einem der seltenen Bäume ansteuerten.

Endlich liegt sie vor uns: die Engelsleiter. Nein. Keine Leiter mit Sprossen, sondern 100 Stufen, die hinauf zum Sonnentor – zum Inti Pata führten. Wir blickten hinauf.

 


Oben stehen bereits Leute. Sollten Sie es vor uns geschafft haben? Beim Näherkommen allerdings sehen wir Ihre Kleidung, mit der man sicher nicht den Trail überstanden hätte. Goldfarbene Riemchensandalen und reinweiße T-Shirts konnten nicht vom Trail kommen. Überschwänglich begrüßen uns dann diese zwei amerikanischen Touristenpaare und gratulieren zum Erfolg. Wissen sie doch, dass die Leute, die von dieser Seite (wie wir) die Stufen hinaufkommen, nur den Trail gelaufen sein konnten. Ich denke, dass ist auch nicht schwer zu erraten: so wie wir nach vier Tagen aussehen .....
 

Doch nun sind wir fast am Ziel. Hier oben vom Sonnentor haben wir einen fantastischen Blick auf Machu Picchu. Gerade im richtigen Augenblick reißt die Wolkendecke auf und die Sonne erstrahlt über der Ruinenstadt. Ein Anblick, der die vielen Strapazen mit einem Federstrich wett macht.

Heute bin ich so überheblich (wie viele andere auch) und sage, dass nur der nach Machu Picchu reindürfte, der diese Strecke gelaufen ist.

Na ja! Ganz so hart will ich mal nicht sein. Aber stolz sind wir schon auf uns.

 


Die letzten rund 300 Höhenmeter runter in die Stadt sind gut zu laufen. Denn dieser Weg darf auch von den Touristen zum Sonnentor rauf gegangen werden, die den Trail nicht laufen. Es sind hauptsächlich Gäste, die per Bahn nach Machu Picchu kommen oder sich in gut 20 min. von Cusco mit dem Hubschrauber rauf fliegen lassen.
 

Am Ende des Trails müssen wir uns dann wieder an einem Kontrollpunkt austragen. Natürlich mit Namen und Alter. Was trage ich dort ein? Vor vier Tagen am Anfang der Tour war ich ja noch ein Jahr jünger? Was soll’s. Wahrheit ist Wahrheit und Alter ist Alter. Bin ich eben ein Mensch, der ein Jahr für diesen 55-km-Trail gebraucht hat.

 


Das einzige Hotel hier oben an den Ruinen - die
Santuary Lodge - sollte auch unser letztes Rastlager werden. Etwas deplaziert kamen wir uns schon vor zwischen all den gut gekleideten Gästen mit Bügelfalten, weißen Hemden und feinen Kleidern, aber man hat uns trotzdem hinein gelassen. Die warme Dusche tut Wunder und es stört mich überhaupt nicht, dass ich abends zum Dinner in Bergstiefeln erscheine. Schließlich sollt dies ja mein Geburtstagsdinner werden. Nicht das Dinner for one zum 90., aber zu einem anderen runden Geburtstag.

 

Dienstag, 03. Juli 2001

Machu Picchu – die alte Stadt, die von den Inkas verlassen wurde, bevor die Spanier Anfang des 15. Jahrhunderts in Cusco eintrafen! Genaue Aufzeichnungen aber liegen nicht vor, kannten die Inkas doch keine Schrift. Aber die Tatsache, dass die Stadt nicht von den spanische Truppen eingenommen wurde, bestätigt diese vorzeitige Aufgabe durch die Inkas.

 

 

Sie haben die Spanier deshalb nicht hierher gebracht, da sie alles, was negativ in ihrer Vergangenheit lag, grundsätzlich aus ihren Gedanken gestrichen. Das bestärkt die Theorie, dass Machu Picchu bereits eine verlassene Stadt war. Wahrscheinlich hat eine Seuche, Wasserknappheit oder ähnlich zur Aufgabe geführt.

Es liegt allerdings die Vermutung nahe, dass die einheimische Bevölkerung immer von der Existenz dieser Stadt gewusst hat. Doch erst im Juli 1911 (vor genau 90 Jahren) wurde sie von dem früheren amerikanischen Senator Hiram Bingham wieder entdeckt. Auf einer seiner Expeditionen hat er auf der Suche nach der legendären Stadt Vilcabamba diese Ruinen gefunden. Erst später wurde ihm klar, dass er Machu Picchu entdeckt hat.

 

 

Bingham hat in seiner “blumigen” Sprache den einzelnen Gebäuden Namen gegeben. Ob dies immer die richtige Deutung ist, sei dahingestellt.

 

Wir jedenfalls waren beeindruckt von diesen Bauwerken und den Leistungen der Inkas, die mit einfachen Werkzeugen – aber sicher mit einem hohen menschlichen Potential – diese Stadt einst erbauten.

 
Es gibt in Machu Picchu 216 Gebäude, von denen teilweise nur noch die Mauern stehen.
Bei dem Häuserkomplex unten - von dem man annimmt, dass es sich um Speicher handeln könnte - sind die Giebelwände noch gut erhalten.

 

 Diese
 Giebelwände
 trugen dann die
 Strohdächer.
 Sie wurden auf
 Holzbalken
 gelegt, die in
 den Wänden
 eingelassen
 waren.

  

An alle Reiselustigen und Kulturinteressierten:

50 Klassiker Archäologie

Ein Buch, herausgegeben im Gerstenberg Verlag, Hildesheim. Autor: Wolfgang Korn.
Auf 280 Seiten sind die wichtigsten Fundorte und Ausgrabungsstätten dargestellt, wie z.B. Machu Picchu und das Reich der Inkas.

Fotos unserer Perureise im Jahre 2001 sind ebenfalls in diesem mit 300 Abbildungen versehenen Buch zu finden.

Schauen Sie doch mal rein, denn Menschen und Kultur - besonders die Archäologie - können eine Reise zu einem Erlebnis werden lassen.
Klicken Sie das Buch an und lassen sich von einem spannenden Thema in die Geschichte der Ahnen zurück versetzen .....

Doch irgendwann mussten wir zurück “in die Zivilisation”. Vom Bahnhof Machu Picchu unten am Rio Urubamba fuhren wir wieder nach Cusco. Wir waren zufrieden mit “unserer Leistung”, und ich hatte mir meinen “ runden Geburtstagstraum” erfüllt. Was will man mehr .....

Also: steigen Sie ein, kommen mit zurück nach Cusco und fliegen dann mit uns in den peruanischen Regenwald zur Blanquillo Lodge.
Ein Klick genügt! -->