|
|
|
|
Wir verlassen das Gebiet des Taman Negara Nationalparks und fahren nach Malakka. Große Gummibaumplantagen erstrecken sich rechts und links der Straße. Der ständig tropfende Saft der angeritzten Bäume wird in ausgehöhlten Kokosnussschalen aufgefangen. Die fünfstündige Fahrt ist nicht gerade abwechselungsreich, aber irgendwie muss man diese Strecke ja überwinden. |
|
|
Natürlich fällt auch – wie sollte es anders sein – der obligatorische Regen am Nachmittag. Es wird schon leicht schummerig, als die Regentropfen auf das Autodach prasseln. Irgendwann scheinen es auch die Scheibenwischer nicht mehr zu packen und die Fahrbahndecke verschwindet unter einer zentimeterdicken Wasserschicht. Es geht nur im Schneckentempo voran. Aber die hiesigen Autofahrer kennen diese Klimawechsel zur Genüge. |
|
|
|
Gut, dass wir nicht abergläubisch sind, denn unser Zimmer 1306 liegt im 13. Stockwerk des Hotels.
|
| Nur noch
wenige Etagen höher, und wir stehen am Pool. Schauen wir über die Brüstung
hinab auf die Stadt, fällt unser Blick auf dem
Melakka-River, der sich durch die Stadt schlängelt. In einer seiner vielen Biegungen liegt das alte malaysische Wasserdorf
Kampong Morton. Dort liegt ein
blühender Garten und inmitten der Blumenpracht steht eine alte Villa. Doch
davon später mehr ….. |
|
|
Bevor ich weiter von unserer Reise und dem Stadtrundgang in Malakka erzähle, erst einmal etwas zum Thema Oktoberfest. Selbst hier in Malaysia "verfolgt" uns Preußen dieses Fest der Feste aller Bayern. ..... steht auch warum! |
|
|
|
|
|
|
|
| Welches
Datum wir heute haben, ist unschwer am obigen Bild eines Kalenders im
Cheng Hoon Tempel zu erkennen.
Beim Besuch dieses Tempels denkt man sich in China und nicht in Malaysia. Dieses älteste 1646 erbaute buddhistische Heiligtum ist der Göttin der Barmherzigkeit gewidmet. Ihr zur Linken sitzt die Göttin des Himmels, der Fischer und Seereisenden. So merkt man auch hier, dass Malakka direkt am Meer liegt.
|
|
|
|
Dem Tempel geben prachtvolle Holzfiguren ihren besonderen Reiz. Sie sind den „drei Lehren“ gewidmet: Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus. Einstmals wurde das gesamte Baumaterial aus China importiert. |
|
Bummelt man weiter durch die Straßen von China Town, findet man viele Motive für die Kamera ….. Doch Malakka ist nicht nur von Chinesen, Indern und Arabern geprägt, sondern hat auch viel von den Portugiesen, Engländern und Holländern beibehalten. |
|
|
Beim
Klönschnack mit dem Aufnahmeleiter holt uns das Tagesgeschehen ein:
das Bombenattentat von Bali am 13. Oktober 2002.
Ein paar Zeitungsausschnitte aus der malaysischen Presse erinnert uns immer
wieder daran ..... |
|
|
|
|
|
Ist das tatsächlich Malaysia? Man könnte glauben, irgendwo in Europa zu
sein. |
|
|
Da darf natürlich eine typische Rikscha nicht fehlen. Für den cleveren Fahrer ein lohnendes Geschäft. Braucht er doch nicht mühsam die Gäste von A nach B zu kutschieren, sondern lässt sich und sein Gefährt als Fotoobjekt ablichten. Klar, wie da die Aufgabenteilung bei uns ist: Hubert tritt in die Pedale, und ich drücke auf den Auslöser der Kamera. |
|
|
Weiter geht es durch die Stadt. Wir erklimmen den Paulshügel. Hier oben steht die Ruine der alten Pauls Kirche, die die Portugiesen 1521 erbaut hatten. Viele alte Grabsteine zeugen von der Anwesenheit der Europäer. Unten am Hügel lädt der alte Holzbau des Sultanpalastes und das Independence House zum Besuch ein. Es ist fast Mittag und unerträglich schwül. Eine grüne Kokosnuss bringt ein wenig Erfrischung. |
|
|
|
|
|
Nun
komme ich in meiner Geschichte zurück auf unser Hotelhochhaus und den Blick
von oben herab auf den Melakka-River
und das kleine Malayendorf Kampong Morton
gesehen. Die modernen Hochhäuser scheinen diese idyllisch – vom Wasser
umgebenen – Häuser fast zu erdrücken. |
|
|
Mit dem Auto fahren wir ans Ufer des Flusses und überqueren ihn an der alten Holzbrücke, die direkt in das Kampong führt. In einem grünen Garten mit bunter Blumenpracht liegt rund 75 Jahre alte Villa Sentosa. Noch heute im Familienbesitz des Erbauers, begrüßt uns Abdul Rahim Haji Hashim gastfreundlich an der Tür seinen Hauses. Schuhe bleiben draußen! So ist es im Malaysia Sitte. |
|
|
Schon Abduls Vorfahren waren im Dienste des Sultans. Er hat – als dritter Sohn von 14 Kindern – das Erbe seines Vaters übernommen und ist nun Owner dieses Hauses. Zusammen mit seiner Frau lebt er fast wie im Museum. |
|
|
|
|
| Die drei Bilder zeigen den Vater und die Mutter von Abdul und den Hausherrn Abdul heute. | |
|
|
Stolz ist
Abdul natürlich auf die zahlreichen Besuche seines Sultans. Extra
dafür hat er zwei Stühle aufgestellt, die nur für die Sultansfamile bestimmt
sind. Und dann gibt es da noch diesen Gong. Nach den Worten von Abdul erfüllt sich jeder Wunsch für den/die, der/die ihn anschlägt. Wir haben es getan und ob sich unsere Wünsche erfüllt haben, verrate ich natürlich nicht ..... |
|
Langsam geht unsere Zeit im Malakka
- und damit in Westmalaysia - zu Ende. Zwei Stunden trennen uns von KL. |
|
|
Doch
wie findet man den richtigen textlichen Übergang von
Malakka zu unserem nächsten Ziel:
Kuching? |
![]() |
|
|
|
|
16.10.2002 |
|
|
|
|