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Die
Nacht ist vorbei. Wir haben gut geschlafen. Meine von den Hornissen
lädierten Körperteile sind zwar etwas geschwollen und rot, aber Unkraut
vergeht bekanntlich nicht. Wir haben schließlich Urlaub, und darum
werden kränkelnde Gedanken einfach beiseite geschoben. |
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Shah hat uns gegen neun Uhr abgeholt. Unser nächstes Ziel: die Cameron Highlands. Zuerst führt die Straße noch ein Stück an der Küste hoch, bis sie ins Landesinnere abbiegt. Nicht, ohne in dem Ort Teluk Intan einen Stopp einzulegen. Hier steht nämlich der Schiefe Turm. Nein! Nicht der von Pisa, sondern der von Teluk Intan. Eigentlich ein alter Wasserspeicher, hat sich der Turm langsam zur Seite geneigt. Irgendwie ist er ein Foto wert …. |
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..... Ebenso wie die hübschen, bunten Vogelbauer, die ein Händler einfach an die Straßenlampe neben dem Turm aufgehängt hat. |
| Es gibt überall etwas zu sehen.
So halten wir, als wir durch ein Dorf der Korbflechter kommen. Der Bambus
wächst überall im Wald. Ganze Familien leben vom Flechten.
Auf alten Maschinen werden die Bambusrohre gespalten und dann zu großen Körben verarbeitet, die auf den umliegenden Märkten verkauft werden. Das es eine harte, beschwerliche Arbeit ist, sieht man auf dem Foto rechts: nur mit Handschuhen kann sich die junge Flechterin gegen die scharfen Kanten der Bambusstreifen schützen. |
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In einem der zahlreichen Dörfer machen wir Halt. Wann schon sieht man einen Blasrohrschützen so aus den Nähe? Wir haben es selber versucht, aber mit sehr kläglichem Erfolg. Nur gut, das wir nicht unser täglich Brot (Fleisch) auf diese Art und Weise erlegen müssen ..... |
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Doch was hat der Schütze da am
Bein?
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Teefelder, so weit das Auge reicht. Bis hoch hinauf in die Berge stehen die sattgrünen Büsche, deren junge Blätter täglich am frühen Morgen von den Pflückern abgeerntet werden. Die Teebüsche sehen aus wie runde Wollknäuel, die dicht an dicht vor uns liegen. |
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Wir haben uns eine der Boh-Teeplantagen angesehen. Man kann die Fabrik besichtigen. In großen Tafeln an den einzelnen Maschinen ist der Ablauf genau nachzulesen, wie aus den frischen grünen Blättern nach der Trocknung und Fermentierung der würzige Tee wird. |
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Ist zu Beginn des Rundgangs durch die Fabrik noch das frische Grün zu
riechen, so staubt es – durch den Arbeitsprozess bedingt – später immer
mehr. Ein richtiger brauner Pulverfilm hat sich auf Gesicht und Arme gelegt.
Doch interessant ist es schon zu erfahren, wie viel Arbeitsgänge notwendig
sind, damit wir eine gute Tasse Tee genießen können.
Und das haben wir in dem kleinen Teeladen der Plantage getan. Natürlich ist
auch eine größere Portion Tee in unser Reisegepäck gewandert. Und – wieder
zu Hause in Deutschland – trinken wir ihn z.B. beim Betrachten all unserer
Urlaubsdias von Malaysia ….. |
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Gleich hinter dem "Käferblatt" |
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Und woher unser Hotel, der
den Namen bekam, ist unverkennbar: von den Erdbeeren, die hier überall in
Plantagen gezogen werden. Eine große Schale davon – und auch noch ganz
frisch geerntet – haben wir mitten im Oktober gegessen ….. |
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Durians, auch „Dornenfrüchte“ genannt, schmecken zwar süß, stinken aber meilenweit gen Himmel. Weder ins Flugzeug noch ins Hotel darf man sie mitbringen. Man sagt, dass nur der Asien versteht, der auch Durians (essen) mag. Durians haben ihren Preis. Liebhaber zahlen bis zu 25 Euro pro Frucht. Haupterntezeit ist Juni bis August und November bis Februar.
Sie mögen zwar den Einheimischen schmecken, aber
wir haben und da nicht rangetraut ….. |
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09.10.02 Uns zieht es weiter. Auf dem Weg nach Ipoh kommen wir an dem Geisterhaus Kellie’s Castle vorbei. William Kellie Smith hat sich hier sein eigenes Königreich schaffen wollen. Im Jahre 1915 begann er, seinen Traum in die Tat umzusetzen. Mit Arbeitern aus Indien (das Gebäude zeigt starke indische Bauelemente) hat er mehr als 11 Jahre gebaut. Fertig gestellt wurde das Haus nie, denn Kellie starb 1926 auf dem Wege nach England, wo er einen Lift für sein Castle kaufen wollte. |
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Von den oberen Stockwerken des Hauses blickt man über das Land der einstigen Kellie-Plantage. Bis hin zu dem 1 km entfernten hinduistischen Tempel, den Kellie für seine indischen Arbeiter hat bauen lassen. Auch hier wieder eine Besonderheit: Kellie hat sein Abbild direkt neben die Heiligenfiguren setzen lassen. |
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Heute hat sich eine Institution gebildet, die das Anwesen pflegt und in den z.T. fast fertigen Räumen Symposien und Tagungen abhalten will. Auch ein Museum ist geplant. |
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Ebenfalls auf unserer Strecke nach Fraser’s Hill liegt das Städtchen Kuala Kangsar. Man erzählt, dass hier im Ort die ersten Pflanzen des Kautschukbaumes in Malaysia angepflanzt wurden. 1879 kamen 12 Setzlingen aus London hierher und bildeten den Grundstock für den heute wichtigen Industriezweig. Die Sehenswürdigkeiten des Ortes liegen außerhalb am Perak-Fluß. Allerdings kann man den neuen Istana Iskandariah – den Palast des gegenwärtigen Sultans – nur von außen betrachten. Das Gebäude wird heute nur noch sporadisch für große Empfänge von der Sultansfamilie genutzt. |
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Den Ort überragt allerdings unübersehbar die Masjid Ubudiah Kuala Kangsar, die schönste – sicher auch die am meisten fotografierte Moschee Malaysias. Das von außen sehr auffällig gestaltete Heiligtum ist im Inneren eher schlicht gehalten. Interessant ist die Tatsache, dass diese z.Zt. des Ersten Weltkrieges erbaute Moschee von Engländern mit entworfen wurde. Ein indischer Moslem hat den Bau durchgeführt. |
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Wie überall auf unserer Reise, so drückten wir ständig auf den Auslöser unserer Kamera. Allerdings mit sehr viel Zurückhaltung vor den Gläubigen, die ständig – auch außerhalb der Gebetszeiten – die Moschee besuchen. Es versteht sich von selbst, dass wir als andersgläubige Besucher auch kleidungsmäßig Rücksicht nehmen. Gut, dass zu meiner Urlaubsgarderobe ein Tuch, das ich eigentlich nur aus dekorativen Zwecken um habe – gehört.
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So
checken wir gegen Abend im Heritage Hotel in
Ipoh ein, genießen ein hervorragendes Abendessen mit
chinesischen Gerichten und fahren morgen, den ..... |
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10.10.2002 |
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