|
|
|
|
21.10.02 und 22.10.02 Um 08:30 Uhr geht es vom Flughafen Miri Richtung Mulu Airstrip. Wir wollen einige Tage im Gunung Mulu Nationalpark verbringen. Schon zu Hause haben wir von dem gewaltigen Höhlensystem gehört.
Um dort hin zu gelangen, nehmen wir die kleine
Twin Otter Maschine. |
|
| Anna von der Borneo Transverse Tours holt uns ab und bringt uns zum |
![]() |
|
Zugegeben, es gibt einfachere und günstigere Lodgen, aber das Ressort liegt direkt am Melinau River. Der Weg ist kurz in den Park hinein und der Landungssteg zu den Höhlen ist gleich vor der Tür. Das Ressort besteht aus vielen Bungalows, die auf Stelzen gebaut sind. Auch kleine Zimmereinheiten und ein Hostel vervollständigen das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Klar: einen Pool gibt es auch. Wir haben uns erst einmal häuslich eingerichtet im Bungalow Nr. 261 Er liegt sehr ruhig an einem kleinen See. Stehen wir auf der Veranda, beginnt wenige Meter davor der Regenwald. Selbst die Plankenwege zu den einzelnen Bungalows haben Namen. Wir wohnen am Jasmin-Weg. |
|
![]() |
![]() |
|
|
|
|
Nach dem Lunch fahren wir mit Anna das kurze Stück zum Gate des Nationalparks. Nun führt eine Hängebrücke auf einen 4 km langen Plankenweg, der die Besucher - sofern es trocken ist - rutschfrei zur Deer- und zur Long Cave bringt. Doch Vorsicht! Sollte es regnen - und das tut es erfahrungsgemäß häufig - werden die Holzplanken glatt wie Schmierseife! Aber die Sonne begleitet uns auf dem Weg zu den Höhlen und das Grün der Pflanzen strahlt mit ihr um die Wette.
|
|
|
Zuerst besuchen wir die Long Cave. Was wird sich wohl hinter dem dunklen Eingang verbergen? Erst einmal faszinieren uns die Blüten und Blätter der verschiedenen Blumen. Im Mulu Park gibt es
derzeit rund 150 km erforschte Höhlenwege. Allerdings ist nur ein kleiner
Teil davon den Besuchern geöffnet. Doch das, was wir hier in der Long
Cave und der daneben liegenden Deer Cave
gesehen haben, ist – wie
die nachfolgenden Bilder zeigen - beeindruckend. |
|
![]() |
![]() |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Um auf
einer Ganztagestour die Wind Cave und die Clearwater Cave zu
erreichen, nehmen wir ein Langboot und fahren eine knappe Stunde den Fluss
entlang. Elektrischer Strom ist überflüssig beim Waschen im und mit "Naturstrom". |
|
|
Warum die Wind Cave diesen Namen trägt, wird uns schnell bewusst. An jeder Ecke zieht es. Das kommt von den vielen Ausgängen, die es hier in der Höhe gibt. Wenige Meter auf dem Wasser entlang liegt der Landungssteg zur Clearwater Cave. Das Boot bringt uns direkt zum Fuße des Berges, der noch den Aufstieg über 200 Stufen von uns verlangt, bis wir an dem Eingang zur Höhle ankommen. Die Höhle hat ihren Namen von der Tatsache her, dass plötzlich das trübe Wasser glasklar wird, wenn es am Höhleneingang ankommt. |
|
|
Beiden Höhlen gemeinsam sind die Stalaktiten
und Stalagmiten in ihrem Inneren. Doch auch am Höhleneingang sehen diese Felsformationen schon beeindruckend aus, obwohl ihnen die grünen Blätter etwas von der Unnahbarkeit nehmen. |
|
|
Klar ist, das wir die 200 Stufen rauf in die
Clearwater Höhle auch wieder herunter müssen. Aber unten erwartet uns ein
kühlendes Bad im glasklaren Teil des Höhlenwassers. Es ist gerade
Mittagszeit, und so nutzen wir die gemütlichen kleinen Holzhütten zum Lunch.
Unser Bootsführer hat es mitgenommen.
Und wir haben auch Gelegenheit, mit Anna noch über dieses interessante Höhlensystem zu
sprechen, das seine geologische Entstehung gut 30 Millionen Jahren zurück
datiert. |
|
![]() |
![]() |
|
Mehr als 1500
Blütenpflanzenarten sind hier beheimatet. 170 Orchideen- und mehr als 10
Kannenpflanzenarten haben die Botaniker katalogisiert.
Aber auch die Tierwelt ist reichlich vertreten, obwohl wir wenig von den 67 Säugetier- und 262 Vogelarten gesehen haben. Doch zu welcher der 458 Ameisenarten die Truppen gehören, die ständig auf den Holzplanken unseren Weg kreuzen, wissen wir allerdings nicht. |
|
|
Wie immer, tragen die hohen Temperaturen dazu bei, dass wir ganz schön ins
Schwitzen kommen. |
|
|
Doch das
funktioniert nur, wenn auch die Wetterverhältnisse mitspielen. Keine
Fledermaus lässt sich bei Regen blicken.
Zuerst sieht der Himmel ja noch gut aus, aber
dann zieht es sich zu. Wie ein Schleier vernebeln die Wolken den
Höhleneingang. Resümee: mit dem Fledermausflug wurde nichts. |
|
| Trotz des oben schon erwähnten Regens haben wir uns im Gunung Mulu Nationalpark gut erholt. Die Höhlen sind eine Reise wert; aber auch eine Wanderung durch die Ansiedlungen der einheimischen Bevölkerung hat seinen Reiz. Und Intimsphäre der Menschen schützt so mancher "Haushund". |
|
|
|
|
|
23.10.2002 |
|
|
|
|