20.10.02
 

Am gestrigen Tag sind wir aus Batang Ai zurück nach Kuching gefahren und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.


Denn heute früh geht es mit dem Flieger hoch nach Miri. Für den Flug brauchen wir 1 Stunde. Miri hat ungefähr 100.000 Einwohner und bildet für die meisten Touristen Zwischenstation entweder in den Regenwald nach Mulu (das steht später auf unserem Programm), oder ist Ausgangspunkt zu den Niah Caves.
 

Diese Höhlen liegen rund 100 km von Miri entfernt, und wir benötigen für die Fahrt 2 Stunden. Es geht vorbei an kleinen Dörfern, an Reis- und Pfefferfeldern.

Malaysia exportiert fast 20.000 Tonnen Pfeffer in alle Welt. Damit ist das Land viertgrößter Pfefferproduzent nach Indien, Indonesien und Brasilien.

Sarawak hat an der inländischen Produktion einen Anteil von fast 90 %.
 



Doch auch diese Bananen wachsen am Wegesrand -->

 

Je näher wir den Höhlen kommen, desto mehr zieht sich das Wetter zu und es sieht nach Regen aus. Also werden die Regencapes ganz oben auf den Rucksack gepackt. Nachdem wir am Eingang zu dem kleinen Niah Nationalpark die Permit und die Kameragenehmigungen gekauft haben, machen wir uns auf den gut ausgebauten, 3 ½ km langen Weg. Es geht eine Stunde über Holzplanken bis in die kleine Siedlung, die vor der Höhle Wohnung für die Männer ist, die in den 1948 entdeckten Caves Vogelnester einsammeln.

Der Weg führt durch einen dichten Regenwald mit beeindruckenden hohen Urwaldbäumen.


Hat man das Ende des Plankenweges erreicht, steht man am Eingang zur Great Cave. Eine starke Taschenlampe ist nötig, wenn man die gewaltigen Höhlen erkunden will. Aber Vorsicht und immer auf den Wegen bleiben, denn links und rechts fallen die Wände teilweise bis zu 100 m ab.

Die Painted Cave grenzt innerhalb des Höhlensystems direkt an die Große Höhle an. Vor gut 50 Jahren haben Forscher hier in der Painted Cave Höhlenzeichnungen gefunden, deren Entstehung vor mehr als 40.000 Jahren datiert ist.



Nicht das ganze Jahr hindurch, sondern nur in den Monaten April/Mai und August/September dürfen - mit Konzessionen genehmigt - bestimmte Mengen der Salanganen-Vogelnester für den Verzehr in der chinesischen Küche von der Höhlendecke abgenommen werden.

In schwindelerregender Höhe nisten viele Millionen Seglervögel hier jahrein, jahraus. An einfachen Bambusleitern und Hanfseilen klettern die Männer hinauf. In der Hand eine Bambusstange, an deren Ende ein kleiner Korb hängt, der ein Licht enthält und eine Spitze, mit der die Nester von der Decke geholt werden.

Es gibt drei Qualitäten von Vogelnestern. Am billigsten sind die fast schwarzen Nester, die zum größten Teil aus Federn, verklebt mit Speichel bestehen. Die Nester in brauner Farbe haben einen höheren Anteil an Speichelmaterial und sind schon teurer. Die Spitzenqualität allerdings sind die reinen weißen Nester, die nur aus dem Speichel der Vögel bestehen.



In den einschlägigen chinesischen Geschäften kosten 1 kg dieser für Chinesen einmaligen Delikatesse über 6000 RM, das sind gut und gerne 1500 bis 2000 Euro. Verkocht in Bird’s Nest Soup zahlen Asiaten viel Geld für eine kleine Tasse Suppe. Nein! Das wollten wir dann doch nicht .....
 


Aber
irgendwann zieht es uns wieder raus aus den Höhlen, denn ein strenger unangenehmer Guanogeruch rührt von dem Kot der unzähligen Vögel her.

Ein schmaler Weg führt uns zurück über einen Dschungelpfad zum Gate des Nationalparks.
Schön, dass es auf dem Heimweg nicht regnet, denn sonst verwandelt sich der Boden in einen richtigen Schlammweg.

Doch scheint die Sonne - wie hier - erstrahlt alles im satten Grün.



Der Ausflug zu den Niah Caves und die Fahrt über Land war recht interessant. Wir checken dann für die Nacht im Holiday Inn Miri ein. Allerdings für eine sehr kurze Nacht, denn es geht morgen früh raus ....
 

21.10.2002
Schon das Starten und Landen
sowie die Flüge über Land selbst sind unvergessene Höhepunkte unserer
Borneo-Tour.
Also: starten Sie durch in den Gunung Mulu Nationalpark -->