27.10.02 und 28.10.02

Nach unserer späten Ankunft am Vorabend konnten wir aufgrund der Dunkelheit die schöne Anlage vom Sepilok Nature Resort nicht mehr erkennen. Zwar begeisterte uns zu Hause schon die kleine Broschüre über die Lodge, doch was wir heute früh zu sehen bekommen, übertrifft alles. Verteilt unter großen Bäumen und umgeben von bunten Blumen liegen die Bungalows vereinzelt oder als „Reihenhäuser auf Stelzen“ eingebettet in dem grünen Park. Ein schöner Teich mit Fischen und Seerosen trennt die Hütten vom großen geräumigen Holzhaus, in dem die Rezeption und das Restaurant untergebracht sind.


Wenn wir vor unserem Bungalow auf der Terrasse stehen, fällt der Blick auf den See und die anderen idyllisch unter Bäumen gelegenen Hütten.   

Gemütlichkeit ist Trumpf, was die Einrichtung der Bungalows anbelangt. Im geräumigen Inneren überwiegt Holz, und die Betten laden zum Träumen ein.

Doch tagsüber ist keine Zeit zum Träumen. Da lockt die Sonne aus dem Haus und solch schöne Bilder erinnern zu Hause (im teilweise kalten Deutschland) an diese tropischen Temperaturen.


 
Patrick erwartet uns gleich nach dem Frühstück. Das Gate der Station ist nur wenige Meter von der Lodge entfernt. Ab 08:30 Uhr ist das Tor offen Richtung Futterplattform. Fütterungen finden gegen 10:00 und 14:00 Uhr statt.

 Doch vorher müssen Tickets gekauft werden: 30 Ringits = 7,5 € Eintritt pro Person und 10 RM für jeder Kamera.

Es versteht sich von selbst (und wird auf nachgeprüft), dass Essen und Trinken sowie Mückenspray und ähnliche Dinge nicht mit in die Station genommen werden dürfen. Dies aus Sicherheit und zum Schutz der Primaten, deren Immunsystem auf keinen Fall zu Schaden kommen soll.
 

Wir sind in den Tagen hier in Sepilok früh am Morgen zum Sonnenaufgang mit einem Ranger in die Station gegangen. Es ist dann immer noch sehr ruhig, da der Großteil der Besucher erst zur ersten Fütterung kommt. Schön, denn dann begegnet man auch anderen Tieren, wie z.B. den Makaken,

oder versteckt auf Blättern lebenden Insekten, oder diesen grünen Vipern. Die ausgewachsene Schlange im rechten Bild trägt eine sehr markante Zeichnung, die sich erst nach mehrmaligem Häuten bildet.


 


 

 
Auf einem Holzplankenweg geht es eine Viertelstunde bis zu einer großen Plattform (für die Menschen!), von der aus wir auf eine kleine Plattform (für die Orangs!) im Baum blicken können. Starke Hanfseile sind zu den umliegenden Urwaldbäumen gespannt.

 

In der Station versuchen engagierte Tierschützer, gefangene und später konfiszierte Orang Utans wieder auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten. Bis das allerdings so weit ist, müssen die Tiere erst lernen, wie sie in Urwald Futter beschaffen können. Teilweise müssen Ihnen die Pfleger auch das Herumhangeln in den Bäumen beibringen.

Viele Orangs kommen mit Krankheiten und psychischen Störungen in das Zentrum. Ganz langsam erfolgt dann nach einer längeren Quarantänezeit die Eingliederung in die Gruppe anderer Tiere. Im Augenblick leben 15 Orang Utans in der Station. Viel mehr dürfen es nach Einschätzung der Tierschützer nicht werden, denn das zur Verfügung stehende Gebiet des Parks lässt eine größere Anzahl nicht zu.

 


Nun wird es aber Zeit, dass die Orang Utans zu ihrem Fressen kommen. Wenn die Pfleger täglich zweimal zur Fütterung auf die Plattform klettern und Milch und Bananen mitbringen, sind die Menschen des Waldes schnell zur Stelle.

 

 


Meine Orang-Utans

Autor: Birute M. F. Galdikas
Gebundene Ausgabe - 414 Seiten (1997); ISBN: 3502192502

In den Urwäldern von Borneo hat die kanadische Anthropologin Birute Galdikas jahrzehntelang mit Orang-Utans gelebt. Die scheuen, einzelgängerischen "Waldmenschen", wie die Affen von den Eingeborenen genannt werden, gewährten der Forscherin ungeahnte Einblicke in ihre Gewohnheiten und ihr soziales Verhalten. Dafür durchlitt die junge Anthropologin alle Qualen der grünen Hölle Borneos. Ein großes Buch in der Tradition von Dian Fossey und Jane Goodall. Nach 20 Jahren Forschung und Naturschutzarbeit im indonesischen Dschungel lässt Birute Galdikas den Leser hautnah teilhaben an ihrem Leben mit den scheuen "Waldmenschen" und an ihren bahnbrechenden Ergebnissen.


 

Amazon  hat beide Bücher im Programm


 

Orang Utans
Autor: Konrad Wothe u. Carsten Clemens
Gebundene Ausgabe - 150 Seiten (1996) Tecklenborg Vlg., Steinf.; ISBN: 3924044198

Es lebe der Orang-Utan, eine Perle auf Sumatra und Borneo! Weit weg von uns, doch genetisch so nahe und in seiner Mimik, Gestik und in seinem Verhalten uns Menschen so ähnlich, erscheint uns dieser Menschenaffe häufig überlegen.

 

 

Irgendwann aber geht auch der schönste Urlaub zu Ende. Und da scheint sogar der Himmel traurig zu sein. Es regnet fürchterlich, als wir die letzten Sachen packen. Doch hat es erst einmal aufgehört, ist es schnell wieder heiter und solche Bilder gelingen! Darum stellen wir es ans Ende der Geschichte unseres Malaysiaabenteuers. Vielleicht hat es Ihnen – liebe LeserInnen – gefallen und Sie plagt nun auch das Fernweh Richtung Malaysia & Borneo.
 


 

 


28.10.2002 
Mit dem Besuch der Orang Utan Station in Sepilok geht unsere Reise durch Malaysia ihrem Ende entgegen. Die kleine Maschine bringt uns zurück nach Kuala Lumpur, wo wir noch einmal durch die Altstadt bummeln und noch das eine oder andere Souvenir für die lieben Daheimgebliebenen kaufen. Dann heißt es endgültig Abschied nehmen von Malaysia.
 

29.10.2002
  Eine Maschine der Emirates bringt uns zurück nach Dubai.
Hier in der Stadt haben wir noch etwas Zeit,
und wir tauchen ein in eine völlig andere Welt
(sei es auch nur für Stunden).
Was wir dort erlebt haben, können Sie nachlesen.
Surfen Sie einfach hin -->
 



    
Doch irgendwann geht es endgültig zurück nach Deutschland. Glücklich in Frankfurt gelandet, spüren wir sehr schnell die herbstlichen Temperaturen in Deutschland und wollen nur noch unseren Zug nach Hannover bekommen .....