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23.10.02
Mit Verspätung fliegen wir aus Mulu
ab. Der unvermeidliche tägliche Regenguss lässt das Starten der kleinen Twin
Otter nicht zu. Doch wir haben genügend Zeit, so dass wir ohne Stress die
Anschlussmaschine von Miri nach Kota
Kinabalu bekommen.
Um 19:20 Uhr landen wir auf dem Flughafen
von Kota Kinabalu, der Hauptstadt von
Sabah. Der Flieger kommt – nachdem er eine Schleife geflogen
ist – tief über das Meer und den Hafen rein. So können wir von oben ein
riesiges, hell erleuchtetes Gelände erkennen, in dessen Grenzen ein
weitläufiger Hotelkomplex liegt: das Sutera Habour Ressort. Wir haben
viele schöne Hotels auf unserer Reise gehabt, aber dieses übertrifft alles.
Was ein Touristenherz so möchte (oder was die Erbauer meinen, das sie
möchten), ist hier in der Anlage zu finden: mehrere Flügel (Marina Wing und
Harbour Wing) mit traumhaft schönen Zimmern und Suiten, unzählige
Restaurants, Bistros, Cafes und Bars, mehreren Pools, Shopping-Arkaden,
Kindergarten, Wellness-Center und einem 18-Loch-Golfplatz. |
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Wann begrüßt einem schon der Fernseher mit
Namen, wenn man das Zimmer betritt?
Klar, dass jeden Morgen die Newspapers an der Tür hängen und der Bademantel
auf dem Bett liegt plus die Badeschuhe vor dem Bett stehen …..
Wenn Sie die
Website des

besuchen möchten, rufen
Sie diese URL auf:
www.suteraharbour.com |

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24.10.02 und 25.10.02
Nun gut! Uns aber zieht es trotz dieses
Komforts im Sutera Harbour raus in die Wildnis. Tom von der
Wildlife Expeditions, holt uns am nächsten Morgen ab. Wir fahren mit dem
Van in den 83 km entfernten Kinabalu Nationalpark.
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Da uns zeitlich nichts drängt, halten wir
unterwegs an einem der vielen local markets an. Eine nette und
günstige Gelegenheit, kleine Souvenirs für zu Hause zu kaufen.
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So kommen wir beim
Bummeln an einem chinesischen Laden vorbei. Voll gestopft mit asiatischer
Medizin jeglicher Art und einer großen Regalwand mit durchsichtigen
Plastikschachteln. Darin - fein säuberlich verpackt - schneeweiße
Vogelnester / Bird's Nest. |

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Für uns unverständlich, dass es Leute gibt, die für eine hieraus gekochte
Suppe immens viel Geld bezahlen. Denn das müssen sie, da ein Kilogramm
dieser Vogelbehausungen gut und gerne 6000 Ringits = 1500 Euro
kostet.
Wie viele das ist, kann man auf dem obigen Foto erkennen. Eine solche
Schachtel wechselt erst für 5000 Ringits den Besitzer. Ach ja! Wenn Sie -
liebe LeserInnen - etwas davon kaufen möchten, können Sie bequem per
Kreditkarte zahlen.
Sollten Sie aber bisher noch nie diese (für
Chinesen) Köstlichkeit gegessen haben, so bietet das kleine Restaurant am
Laden die Suppe in verschiedenen Variationen an.
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Probieren Sie doch mal
Bird's Nest Soap with Mango.
Nein! Wir haben es nicht getan. Uns ist erstens der Preis zu heftig und
zweitens beim Gedanken an die gefiederten Bauherren unwohl.
Sie möchten trotzdem die Speisekarte ganz lesen?
Nun gut! Ein Klick auf diesen Bildausschnitt genügt.
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Es ist 10:00 Uhr, als wir nach 2 1/2 Stunden
Fahrt am Headquarter des Kinabalu
Nationalparks ankommen. Rund um das Hauptgebäude sind
verschiedene Hostel und Bungalowanlagen entstanden, in denen man übernachten
kann. Ein paar Shops runden das Angebot für die Gäste ab.
Im Gebäude des Headquarters kann sich
der Besucher einen ersten Eindruck über den Park, die Flora und Fauna sowie
die geschichtliche Entwicklung machen. Ein riesiges Bild der gewaltigen
Rafflesia hängt an der Wand. Ob
wir wohl eine in natura zu sehen bekommen .....?
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Ein hübsch angelegter Mountain Garden lässt jedes Herz eines
Blumenliebhabers höher schlagen. In (fast) natürlicher Umgebung sind hier
alle Blumen, Bäume, Farne, Moose usw. zusammen getragen, die es in der
Region gibt.
Farblich gestaltete Namensschilder lassen auch schnell
erkennen, ob es sich bei der Pflanze um ein Gewächs handelt, dass es nur
hier in Borneo gibt, oder auch in anderen Teilen der Welt. Ob die
Pflanze als Medizin eingesetzt werden kann, oder giftig ist.
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Ach ja! Auch einige Bilder unserer
Diaschau
Blumen, Flowers, Schmetterlinge & Butterflies sind hier
in Sabah entstanden. Sie können die Diaschau erreichen, wenn Sie in die
Cameron Highlands nach Westmalaysia "reisen/surfen"!
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Wir haben unsere Tage im
Nationalpark schon von Deutschland aus geplant, gebucht und bezahlt. So
müssen wir schon ein wenig schmunzeln, als am Eingang des Parks eine
"Preisliste" mit den Eintrittsgebühren zu sehen ist. Was wir nun für das im
Gesamtpreis eingeschlossene Ticket gezahlt haben, ist unschwer auf dem Foto
zu erkennen. Anmerkung: wir fallen unter die
NON-MALAYSIAN 18 YEARS AND ABOVE
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Rund 4 km vom Gate entfernt liegt die
Wildlife Mountain Lodge. Die
Anlage gehört zur Agentur, mit der wir diese Tour machen. Wir werden
freundlich begrüßt und bringen erst einmal unser Gepäck ins Zimmer 7. Die
Räume sind klein, aber gemütlich. Es ist alles vorhanden, was man braucht.
Die einzelnen Gebäude der Lodge liegen in einem hügeligen bunten Garten. Es
ist Mittagszeit ist und damit Lunchtime. Bei einer Tasse Tee überlegen wir
danach, was und wohin es am Nachmittag geht. |
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Die Temperaturen sind erträglich. Aufgrund
der Höhe von 1500 m ist es nicht mehr ganz so warm wie im Flachland.
Angenehm also für uns Europäer. Doch eines ist klar: auf die Regensachen
kann man nicht verzichten.
Vom Gate aus führen gut ausgeschilderte Wege
zu den einzelnen Zielpunkten. Egal, ob man zum Wasserfall (2 km) will, oder
den Liwagu-Trail (5 km) laufen möchte, die Entfernungsangaben stimmen.
Gut, dass wir das Fernglas mitgenommen
haben. Denn überall in den Bäumen flattert und zwitschert es. Eine bunte
Vogelwelt - wie wir sie bei uns zu Hause nicht kennen - zieht immer wieder
Ornithologen aus der ganzen Welt an.
Und wir haben natürlich auch einige Bilder
mitgebracht von den Kannenpflanzen (Nepenthes), die es um den Kinabalu zu finden gibt.
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Bei unserer Rückkehr in die Lodge ist es schon leicht dämmrig. Auch ist es
noch etwas kühler geworden, so dass ich sogar das langärmelige T-Shirt
anziehe, das ich in weiser Voraussicht eingesteckt habe. Bis die Sonne
untergeht, sitzen wir noch etwas im Gartenhäuschen und lassen den Tag Revue
passieren.
Zum Dinner treffen wir auch die anderen
Gäste der Lodge: Australier aus Darwin. Warum zum überwiegenden Teil Gäste
aus England, Skandinavien und Australien hier Urlaub machen, weiß ich nicht.
Jedenfalls haben wir in dem Gästebuch herumgeblättert und müssen bis in das
Frühjahr letzten Jahres zurück, um einen deutschen Eintrag zu finden. Nun
stehen auch einige Grüße von uns im Buch.
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Der Kinabalu Nationalpark umfasst eine
Fläche von 754 qkm. Außer dem Gate am Headquarter gibt es noch einen
weiteren Eingang. Nämlich den in Poring. Die Landschaft hat sich geändert.
Während sich um den 4101 m hohen Mount Kinabalu herum dichter Bergwald
befindet, überwiegen in der Gegend von Poring Flussläufe und
Tiefregenwälder.
Poring hat außerdem ein besonderes
Naturschauspiel zu bieten: heiße Schwefelquellen. Schon während des Zweiten
Weltkrieges haben japanische Truppen diese natürlichen warmen Wassermassen
in eigens dafür erbaute Becken geleitet. So entstand eine Badelandschaft,
die noch heute von Einheimischen und Touristen genutzt wird.
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Nach einer Tour durch die Wälder um Poring
haben auch wir die Füße (Seele) baumeln lassen im wohltemperierten Wasser.
Doch auch der Canopy Walk durch die Baumkronen
ist "erlaufenswert". Ein weiter Blick über den Regenwald hinweg entschädigt
für die Kraxelei herauf und die Schritte auf den schwankenden Holzplanken. |
| Und ist man erst
einmal wieder aus den Baumkronen herunter gestiegen, so steht man vor den
gewaltigen Stämme der Urwaldriesen, die mühelos die Brückenkonstruktion des
Canopy Walks halten. Schlingpflanzen
scheinen wie Schleifen um die Bäume gebunden zu sein.
Und jede Menge Baumpilze gedeihen in dem
feuchtwarmen Klima hervorragend. |

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Zum Schluss unserer Tage am Kinabalu gibt es leider auch von einen
Wermutstropfen zu berichten. Wir haben nämlich keine Raflesia (Rafflesia
arnoldi) gesehen. Zur Zeit gab es kein blühendes Exemplar dieser Blume.
Einer Pflanze mit mehr als einem Meter Blütendurchmesser. Neun Monate dauert
das Wachstum der Pflanze von der Knospe bis zur riesigen Blüte. Na ja!
Schade ist es schon, aber nicht zu ändern.
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Wieder auf dem Weg zurück nach Kota Kinabalu,
sind wir an dieser Reisfelder-Landschaft vorbei gekommen. Der Reis, der hier
bis hoch in die Berge angebaut wird, soll der beste weit und breit sein
(behaupten die einheimischen Kenner). Uns jedenfalls haben die Felder als
Fotomotiv gereizt. |